Hier möchte ich einige Röhrenfassungen zeigen. Nicht etwa solche, die man fast täglich zu sehen bekommt, sondern solche, die man nicht alle Tage sieht. Unter Anderem zeige ich hier auch Gebilde, bei denen man auf den ersten Blick niemals eine Röhrenfassung vermuten würde. Aber sehen Sie selbst.

 

     
Die erste hier gezeigte Fassung gehört zur Senderöhre SRS 326. Man sieht den gut zweiteiligen Aufbau. zusätzlich habe ich einmal ein paar Details vergrößert.
     

     
Dies ist eigentlich keine Fassung, sondern der Anodenanschluss der LG 1001. Da dieser Anschluss aber auf die Röhre gesteckt wird, will ich ihn hier einmal mit zeigen
     
       
und hier ist die Fassung zu dieser Röhre. Diese Fassung ist genau so selten, wie die Röhre selbst. Ich bekam sie nur durch einen glücklichen Zufall.
       

 
Auch dies ist eine Anodenkappe, aber für die Senderöhre QB 3,5/750
     
     
Diese Fassung ist für Röhren mit Riesensockel (diese deutsche Bezeichnung wird selten verwendet, man nennt diese Fassung daher meistens Giant). Rechts eine Kontaktfeder.
     
   

diese Fassung ist noch seltener, als die Röhren, zu denen sie gehört, es ist eine Gnomröhrenfassung.

      dies sind die Anschlüsse für die Glühkatode der Senderöhre SRS 302.

     
     

   
das ist kein Hufeisen, wenn es auch so aussehen mag. Auch dies ist eine Röhrenfassung,nämlich die für eine Röntgenröhre. Hätte ich die Fassung nicht selber samt Röhre ausgebaut, wäre ich auch niemals auf die Idee gekommen, dass dies eine Röhrenfassung sein könnte.
   

     
dieses Gebilde ist die Spezialfassung für die Vakuumprüfröhre MR 04. Ich hab sie mal geöffnet. Man sieht, dass die Metallhülse lediglich als Griffstück diente.
     

       
dies ist zwar eine ganz normale Novalfassung, aber als ich sie bekam, konnte mir niemand sagen, wo diese einst verwendet werden sollte. Diese Bauart scheint eine Sonderanfertigung zu sein, denn es scheint kein Gerät zu geben, in dem dieses Gebilde in dieser Form zum Einsatz gekommen wäre.
       

   
hier eine wahrhaft gewaltige Fassung. Sie gehört zur Oszillografenröhre B 13 S 25. Der Außendurchmesser beträgt immerhin 100 mm!
   
   

hier eine russische Oszillografenröhrenfassung ihre Ausmaße sind ähnlich enorm, wie bei der oben gezeigten.

   

die wohl abgedrehteste Fassung kommt - woher wohl? - natürlich von den Amis. dieses Gebilde, das zunächst gar nicht wie eine Fassung aussieht, beherbergte einst einen SEV. Erst nach Abnehmen des Metallzylinders erkennt man, dass eine Submagnalfassung eingebaut ist. In die seitlich abstehenden Fortsätze wurde ein Gummiband eingehängt, welches die beiden Teile der Fassung zusammen hielt.

Inzwischen ist sie nicht mehr die abgedrehteste. Diese kommt weiter unten. Aber da auch diese Fassung eine der seltsamsten ist, bekommt sie den zweiten Platz.

     
     
dies ist keine Fassung, sondern ein Untersetzer für eine Senderöhre. Er soll einen sicheren Stand gewährleisten, wenn die Röhre in einer Vitrine steht. Nebenbei soll das Ganze dann auch noch gut aussehen. Der Untersetzer besteht aus Gießharz und ist mit einer Drehbank und einer Bohrmaschine nachbearbeitet worden. Spuren der Drehbank sind noch ganz gut zu erkennen.

Die Fassung, die jetzt kommt, ist derzeit die Nummer Eins der abgedrehtesten Fassungen. Es ist eine Fassung für Koaxial-Scheibentrioden.

dies ist so eine Koaxial-Scheibentriode
   

und das hier ist sie: Die bisherige Nummer 1 der abgedrehtesten Fassungen.

   

   

   

 

hier sind noch ein paar Einzelheiten des oberen Kopfteils
   

hier nochmal eine Aufnahme des breiten Fußteils

   

Am anderen Ende befindet sich diese Platte, die ich auch gleich mal rausgeschraubt habe

   
Darunter verbirgt sich die eigentliche Fassung, die in diesem Falle Aufnahme heißt
   
und so sieht es aus, wenn eine Röhre eingesteckt ist
   

zu guter letzt wiegt dieses Teil stolze 2,6 kg

Hier ist noch eine Fassung, die man nicht alle Tage zu sehen bekommt: Die Giant- oder Riese-Fassung. Hier in einer anderen Ausführung. Sie macht ihrer Bezeichnung Ehre, denn sie ist etwas größer, als "normale" Fassungen, stammt sie doch von einem militärischen Gerät.

   

so sieht die Fassung aus. Eine Metallmanschette umgibt den Röhrenfuß, und sorgt gleichzeitig für eine gute Luftzirkulation.

   

 

 

dieses Spannelement sorgt dafür, dass die Metallmanschette fest am Röhrensockel anliegt

Blick auf die Anschlussseite

   

 

 

die Befestigungsschrauben der Metallmanschette sind so lang, um eine gewisse Federwirkung zu erzielen.

hier wurden selbstsichernde Muttern verwendet

   
passend dazu ein Anodensnschluss. Dieser sowie die Fassung gehören zur Röhre CX 1140

   
damit der Anschluss nicht zu fest auf der Kappe sitzt, lässt sich dieser mittels einer Feder spreizen. Im rechten Bild sieht man gut die Teilung des Anschlussrings, die einen zu festen Sitz verhindert.
 
der Innendurchmesser der Metallmanschette beträgt übrigens 78 mm. Sie ist also für gewaltige Sockel ausgelegt.

 

 

 

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