Aus der ehemaligen Sowjetunion wurde unter dem Logo des Importeurs  Mashpriborintorg das Kofferfernsehgerät Junost 401 B geliefert. Es handelt sich aber offensichtlich um einen Übersetzungsfehler, denn korrekt übersetzt müsste das Gerät die Buchstabenfolge „WE“ tragen. Es handelt sich um ein schwarz-weiß Gerät, dass, obwohl in einem Land mir der OIRT-Norm gefertigt, für unsere CCIR-Norm ausgelegt ist (und nur für diese), was eindeutig belegt, das dieses Gerät ausschließlich für den Markt der DDR gebaut worden ist.Allerdings weist dieses Gerät eine Besonderheit auf: Normalerweise sind diese Geräte mit der russischen Bildröhre 31 ЛК 4 B (31 LK 4 B) bestückt, dieses hier aber besitzt die DDR-Bildröhre B 31 G 1. Dies lässt nur zwei Schlüsse zu: entweder ist eine Serie Bildröhren speziell zum Einbau in diese Geräte in die SU geliefert worden, oder aber die Röhre wurde bereits einmal gewechselt.Die Junost-Geräte galten in der DDR unter Campingfreunden als Geheimtipp, und auch auf manchem Balkon war ein solches Gerät anzutreffen. Dies war dem Umstand zu verdanken, dass die DDR erst relativ spät die Produktion von eigenen Koffergeräten aufgenommen hat. (Wenn man von dem recht frühen K 67 absieht).Russische Geräte galten als äußerst robust und langlebig. Solange sie ihren Dienst verrichten, ist ja alles in bester Ordnung, doch wehe dem, der ein defektes Gerät besitzt. Generationen von Werkstattmeistern sind an der Reparatur derartiger Geräte verzweifelt. Die Russeh machten es sich einfach, sie haben teilweise die Anschlüsse der Bauelemente mehrfach um den Lötpunkt gewickelt, so dass das Auslöten zur Foltermethode wurde. Mashpriborintorg, ist wie bereits oben erwähnt, lediglich der Importeur, der diese Geräte unter eigenem Logo vertrieb. Die Hersteller russischer Geräte waren selten angegeben, so dass die eigentliche Herkunft vieler Geräte für immer im Dunklen bleiben wird. So auch bei dem hier vorgestellten Junost. Auch er trägt nur das MPI-Logo, der eigentliche Hersteller wird nicht genannt.

Die Regler an der Frontseite haben folgende Funktionen (v.l.n.r.): Kontrast, Lautstärke, Helligkeit /Netz

wenn Sie auf die eingerahmten Bilder klicken, werden diese in voller Größe dargestellt.

     
Antennenbuchsen. Die Umschaltung VHF/UHF muss von Hand erfolgen

Rückseite des Gerätes

die linke Buchse ist zum Anschluss eines Bandgerätes vorgesehen, die rechte Buchse ist der Anschluss für einen Akkumulator. die viereckige Buchse ist der Netzanschluss

     

     

unter dem Gehäuseboden finden sich der Spannungswähler und die Sicherungen

die Regler auf der Rückseite. Ihre Reihenfolge ist:
   

Horizontal

Vertikal

Bildhöhe

Linearität

     
     

Gerät mit abgenommener Rückwand

das Chassis in Servicestellung

Innenansicht

     

 

 

 

Verbindung des Klappchassis mit dem restlichen Chassis

hier ist der Steckverbinder vergrößert - ein Oktalstecker

der Tuner, dahinter der Lautsprecher

     
   
     
 

das Senderwahlaggregat, ähnlich dem „Preomat“

 
 

Empfang:

VHF/UHF, Kanäle 4 ... 60

Lautsprecher:

1 permanentdynamisch, oval

Antennenbuchse:

getrennte Koaxialeingänge für VHF und UHF, muss mit Hand umgeschaltet werden

Netzspannung:

110, 127, 220, 237 V ~, 50 Hz oder 12 V = (Autobatterie)

die Netzschnur ist steckbar

Leistungsaufnahme:

30 W (bei Batteriebetrieb 12 V: 14 W)

Gewicht:

10 kg

Teleskopantenne:

vorhanden

Abmessungen (B x H x T):

380 x 300 x 280 mm

Preis:

1250,00 M (Mark der DDR)

Baujahr

1974/1975

Bildröhre:

B 31 G 1 (bei dem hier vorgestellten Exemplar) = 110° Ablenkung

Implosionsschutz:

nach SELBOND

 

Röhrenbestückung:

31 ЛК 4 B (B 31 G 1)

Bildröhre

die B 31 G 1 ersetzt die Originalröhre

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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