Ein Druckkammerlautsprecher dient dazu, bei Tonübertragungen ins Freie bei geringer Leistung hohe Lautstärken zu erzielen. Dass dabei manchmal die Tonqualität auf der Strecke bleibt, ist ein mehr oder weniger erwünschter Nebeneffekt. Steht man genau in der Hauptabstrahlungsrichtung, so sind die Töne einigermaßen gut und klar zu erkennen, befindet man sich jedoch außerhalb des Wirkungsbereiches, werden die Töne verzerrt bis ganz unverständlich. Ein Druckkammerlautsprecher ist im Prinzip ein gewöhnlicher permanentdynamischer Lautsprecher, dem unmittelbar vor die Zentralkalotte eine Druckkammer vorgesetzt wurde. Diese Druckkammer besteht aus einer Art Metallpilz, in welchem sich dutzende kleiner Löcher befinden. Auf diese Weise wird die von der Membran bewegte Luft durch die Löcher gedrückt und mit auf diese Weise erzeugtem hohen Druck über das nachgeschaltete konische Horn als Schall abgegeben. der das Horn umgebende Trichter dient als Schallverstärker, der die abgegebenen Töne weiter verstärkt und für eine verständliche Wiedergabe sorgt.Technisch gesehen ist ein Druckkammerlautsprecher nichts anderes als ein Hornlautsprecher.
Zum Thema Horn habe ich in der Wikipedia folgendes gefunden:
Die akustische Impedanz am Hornhals des konischen Horns, die dem Frequenzgang im unteren Frequenzbereich eines Horns weitgehend proportional ist, weist einen vorzeitigen Abfall zu tiefen Frequenzen hin auf. Je nach gewählter Geometrie des zu vergleichenden in Länge, Hals- und Munddurchmesser identischen konischen Hornes und des Exponentialhorns liegt die untere Grenzfrequenz des konischen Horns um wenigstens zwei Oktaven über der des Exponentialhorns. Allerdings ist die Welligkeit im unteren Frequenzbereich deutlich geringer.

Der hier vorgestellte Druckkammerlautsprecher FT 28 L 12 vom VEB Elektroakustik Leipzig war einst für Außenübertragungen vorgesehen. Er diente in einer Schule als Parolenbrüller.

So sieht der Lautsprecher aus (die Bilder zeigen den Bergungszustand). Sehr gut ist das Horn zu erkennen. Allerdings sieht man ihm auch seine  über 30 Dienstjahre an, es wird schon eine Weile dauern, bis die originale Farbgebung wiederhergestellt ist. Gut zu sehen ist der Befestigungsbügel, mit dem der Lautsprecher befestigt wurde.

 

 

Anschlussdose von außen

hier habe ich die Dose mal geöffnet. In der Mitte ist der Magnet des permanentdynamischen Lautsprechers zu erkennen

Ich habe noch einen Lautsprecher des gleichen Typs geborgen, dessen Schalltrichter bereits seit geraumer Zeit fehlte. Dieses Exemplar sieht etwas arg rostig und oxydiert aus. Ich habe es nur deshalb geborgen, damit ich einmal zeigen kann, wie dieser Druckkammerlautsprecher eigentlich aufgebaut ist. ch habe mir nicht extra die Mühe gemacht, die hier gezeigten Teile auf Hochglanz zu polieren, da sie ohnehin in den Schrott wandern. Ich bitte daher um Nachsicht, dass diese Teile nicht gesäubert bzw. vom Rost befreit wurden.

     
die Kalotte des permanetdynamischen Systems die Druckkammer komplett und im zerlegten Zustand. Die Kalotte des Perma-Systems liegt unmittelbar an dem im hier linken Bild gezeigten kleinen Kegel an. dieser drückt die entstehenden Schallwellen unmittelbar in das Horn. Die rechts sichtbare Öffnung ist bereits das Horn.
 
 
     

 

 

 

seltener Anblick: das innere Ende des Horns

die Innenseite des Horns

und hier wurde das Horn befestigt

     

hier steht: oben: PGH Heimelektronik, dann 5.11.75  das Wort in der Mitte kann ich nicht deuten, darunter steht Wolf

 

 

   

diese Schrift fand ich auf der Innenseite des Deckels der Anschlussdose

   
 

Art:

Außenlautsprecher

Verwendung:

Schallübertragung nach außen

Lautsprecher:

1 Druckkammer

Gehäuse:

Stahlblech

Durchmesser des Trichters:

270 mm

Gewicht:

 

Belastbar bis:

12,5 VA

Impedanz:

800 / 1000 Ω

Frequenzgang:

 

Baujahr:

1972 ff

Preis:

 

 

 

 

 

 

 

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