Ziffer

 

Bedeutung

 

1

 

1,4 V Batterieröhren, seltener 2 V Röhren

2

 

2,5 V Wechselstromparallelheizung

3

 

Batterieröhren mit 2 V oder 3,15 V Heizung

4

 

Allstromröhren mit 4 V Serienheizung

5

 

Gleichrichterröhren mit 5 V Heizung

6

 

6,3 V Wechselstromparallelheizung

7

 

Loktalröhren mit 7,2 V Wechselstromheizung

12

 

12,6 V Allstromröhren

14

 

14,4 V Loktalröhren

25

 

Allstrom- Serienheizung, 25 V

35

 

Allstrom- Serienheizung, 35 V

50

 

Allstrom- Serienheizung, 50 V

117

 

117 V Gleichrichter

Neben diesen Serien gibt es auch Röhren, die mit 8,9,10,17,19 usw. beginnen.
Es sind Allstromröhren für meist 300 mA Serienheizung.
Auch hier gibt die erste Zahl die ab- bzw. aufgerundete Heizspannung in Volt an. Die der 1. Zahl folgenden 1 bis 2 Buchstaben sollten ursprünglich den Typ der Röhre bezeichnen. Jedoch haben die Buchstaben längst ihre Bedeutung verloren.
Die ursprüngliche Bezeichnung gilt allenfalls noch für die Oktalröhren, wenn diese 2 Buchstaben enthält und der erste Buchstabe ein S (single endet) ist. In diesem Fall liegen die Anschlüsse am Sockel, d.h. die Röhren haben keine Gitterkappen. Aber auch anders bezeichnete Röhren weisen diese Eigenschaft auf, womit die Aussage der Typenbezeichnung nahezu sinnlos ist. Die auf den bzw. die Buchstaben folgende Zahl sollte ursprünglich die Zahl der Stifte der nach Außen geführten Elektroden bezeichnen. Das ist heute ebenfalls überholt.
Darum können Laien aus der Bezeichnung einer USA- Röhre außer der Heizspannung kaum etwas anderes ersehen.
Der letzte Buchstabe, falls vorhanden, gibt an, ob es sich um die Glasausführung einer Metallkolbenröhre „G“ oder um eine Miniaturausführung mit Glaskolben „GT“ handelt. Beide Bezeichnungen beziehen sich nur auf die heute nicht mehr gebräuchlichen Oktalröhren. Die modernen (Miniatur-) Röhren haben keinen Buchstaben hinter der letzten Zahl in ihrer Typenbezeichnung, so dass nicht näher darauf eingegangen wird.
Von den Empfängerröhren der USA- Produktion gab es im II. Weltkrieg eine Ausführung für die bewaffneten Streitkräfte. Sie sind durch die Buchstaben „VT“ und eine zweistellige Zahl gekennzeichnet, unterscheiden sich aber in Nichts in ihren Daten von den üblichen Typen. Einige dieser Röhren wurden auch für kommerzielle Zwecke mit einer vierstelligen Zahl als Typenbezeichnung geliefert. Die Daten blieben ebenfalls unverändert. Ältere USA- Röhren waren meist durch eine zweistellige Zahl gekennzeichnet. Sie gab nur die Erscheinungsfolge der Röhren an.
Der Fachmann erkannte aus den Zahlen, um welche Röhrentype es sich handelte.
Eine „75“ war z.B. eine Duodiode-Triode für 6,3 V Parallelheizung, eine „80“ eine Zweiweggleichrichterröhre mit 5 V Heizspannung.

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Ergänzung zum USA-Typenschlüssel

Die Röhrenbezeichnung

Im Allgemeinen sind die Röhrenbezeichnungen bei den einzelnen Fabriken gleich, wenn die Röhren in ihren elektrischen Werten und in den Sockelschaltungen einander entsprechen. Bei den älteren Röhrentypen hatten die verschiedenen Röhrenfabriken allerdings manchmal ihre eigenen Typenbezeichnungen. Es kommt auch vor (speziell bei den reinen Zahlenbezeichnungen), dass zwei verschiedene Röhren unter derselben Typenbezeichnung laufen.

Buchstaben vor dem Namen

V o r den Typenbezeichnungen stehende einzelne Buchstaben oder Buchstabengruppen deuten die Erzeugungsfirma an, es bedeuten beispielsweise:

A

=

Arcturus oder auch Visseaux

 

R

=

Raytheon

C

=

Cunningham oder auch Collins

RCA

=

Radio Corporation of America
(Radiotron und Cunningham)
 
C hinter der Typenbezeichnung:
Cossor

S, Sylv.

=

Hygrade Sylvania

ER

=

Eveready-Raytheon

T

=

Telefunken (Italien)
oder auch Triad

F

=

Radiofotos

G

=

Majestic oder auch Gold Seal

TS

=

Tung-Sol

Hy

=

Hytron

VT

=

Valvo oder kommerzielle
Röhren

JRC

=

Johnsonbury

KR

=

Ken Rad

6 Y

=

Geco

NU

=

National Union

X

=

Tungsram

PH

=

Philips

Z

=

Zenith

Ist der erste Buchstabe ein U, so ist das aber ein Hinweis auf den Sockel (Sockel mit 4 Steckern: UX, mit 5 Steckern: UY, mit 6 Steckern: UZ, mit 7 Steckern: U7).

Die eigentliche Typenbezeichnung

Bei den neueren Röhren besteht die Typenbezeichnung zunächst aus einer Zifferngruppe oder einer einzelnen Ziffer, die stets die Heizspannung angibt, wobei auf ganze Zahlen abgerundet wird. Hierbei bedeutet eine „1“: 1,4 V bzw. 2 V, eine „2.“: 2,5 V, eine ,.3.: 2,8 V; eine „5“: 5 V, eine „6“: 6,3 V, eine „7“: 7 V, eine „11“: 11 V, eine „12“: 12,6 V, eine „14“: 14 V, eine „25“: 25 V, eine „35“: 35 V, eine „50“: 50 V, eine „117“: 117 V. Auf die erste Zifferngruppe folgen ein oder zwei Buchstaben. Ist von zwei Buchstaben der erste ein „S“, so handelt es sich um „Single-ended metal types“, d. h. Metallröhren, bei denen alle Elektroden zum Sockel herausgeführt sind. Hier sind die Amerikaner dem deutschen Vorbild (Stahlröhren) gefolgt. Beim vertikalen Aufbau des Systems sind sie aber trotzdem stehen geblieben. - Auf die Buchstabengruppe folgt wieder eine Ziffer. Diese Ziffer gibt die Anzahl der aus dem Sockel herausgeführten Elektroden an, wobei Heizladen und Katode stets extra gezählt werden, im Gegensatz zur deutschen Zählweise. Der Heizfaden zählt aber nur als 1 Punkt, obgleich er ja an zwei Stiften endet. Die letzte Ziffer der Röhrenbezeichnung ist also um eins kleiner als die Zahl der besetzten Stifte des Sockels. Bei einer direkt geheizten Pentode, bei der das Bremsgitter innerhalb der Röhre an den Heizfaden angeschlossen ist, steht also eine „4“ (z. B. 1 A 4, 1 F 4) bei einer indirekt geheizten Pentode mit herausgeführtem Bremsgitter dagegen eine „6“ (z. B. 6 C 6). Die Metallisierung zählt aber auch mit, so dass eine indirekt geheizte Metall-Pentode, bei der das Bremsgitter an Katode liegt, die Ziffer „6“ erhält, 6 F 6, 6 L 6, 25 L 6), mit herausgeführtem Bremsgitter aber eine „7“ (6 S 7, 6 AC 7). Diese Bezifferung wird dann aber auch bei den Röhrenausführungen mit Glaskolben beibehalten, so dass z.B. auch die Glasausführung der 6 L 6 ihren Namen behält, obgleich der Stift 1 jetzt leer ist. Und umgekehrt wurde manchmal eine Röhre nach ihrer Glasausführung beziffert, weil diese zuerst da war. Die später hergestellte Metallröhrenausführung behielt dann den Namen, obgleich jetzt ein Stift mehr besetzt war. Es kam auch vor, dass eine Röhre zunächst mit direkter Heizung hergestellt und entsprechend beziffert wurde (2 A 3). Später wurde diese Röhre auch mit indirekter Heizung hergestellt und behielt auch in dieser Ausführung dieselbe Bezifferung (2 A 3 H), obgleich sie nach der amerikanischen Zählweise eine Ziffer mehr bekommen müsste. In anderen Fällen dagegen erhielten Röhren gleicher Bauart, aber verschiedener Heizart, verschiedene Bezifferungen (z. B. 6 A 3, 6 A 5). Durch derartige Verschiedenheiten ging natürlich allmählich die Einheitlichkeit der Bezifferung verloren.

Buchstaben hinter dem Namen

Mit der letzten Ziffer ist die eigentliche Typenbezeichnung abgeschlossen. Weitere Buchstaben hinter der Typenbezeichnung geben über die Ausführung der Röhre näheren Aufschluss. Ein „P“ hinter der Typenbezeichnung bedeutet, dass eine Pentode vorliegt, ein „T“ bedeutet Tetrode (manche Röhrenarten gibt es in beiden Ausführungen). Ein „G“ hinter der Typenbezeichnung besagt, dass es sich um eine Glasröhre mit Oktalsockel (octal base glass) handelt. Metallröhren haben im Allgemeinen keine besondere Kennzeichnung. Ein „MG“ hinter der Typenbezeichnung (= metalshielded-glass-tube) deutet an, dass sich über dem Glaskolben ein metallischer Abschirmzylinder befindet oder dort befestigt werden kann. Eine Röhre mit „MS“ (= metal-spray) oder „S“ hinter der Typenbezeichnung ist metallgespritzt. Bei Röhren. mit einem „GT“ handelt es sich um so genannte „Bantam-Typen“, das ist eine besondere Serie von Glas-Kleinröhren (Länge 7 cm vom Sockel zur Spitze, Durchmesser 3 cm) mit kleinem Quetschfuß oder Pressteller. Ein „X“ als allerletzter Buchstabe kennzeichnet eine Röhre mit keramischem Sockel. - Metallröhren, „G“-, „MG“-, „MS“-, „S“- und G“-Typen haben meist den gleichen Sockel und entsprechen in ihren elektrischen Werten meist einander.

Kommerzielle Röhren. Vorsicht, aufpassen!

Eine strenge Trennung zwischen Rundfunkröhren und kommerziellen Röhren ist nicht immer möglich. Einerseits wird eine Anzahl Rundfunkröhren (z. B. 4 A 6 G, 6 AD 6 G, 6 AE 6 G, 6 AF 6 G, 6 K 8, 6 P 5 G, 6 8 7, 6 W 7 G, 12,C 8 u. a. m.) auch in kommerziellen Geräten ge­braucht, anderseits kommt es auch vor, dass rein kommerzielle Röhren in Beschreibungen von Rundfunkempfängern angegeben werden. Das trifft vor allem für die Pentoden zu, die in erster Linie für Fernsehverstärker entwickelt wurden (z. B. 6 AB 7, 6 AC 7, 1851, 1852, 1853): Die Röhre 6 F 6 wird ausgedehnt in vollautomatischen SOS-Sendern in den USA. verwendet, heißt dann aber nicht 6 F 6, sondern 1611. Auch die 1612 ist eigentlich eine kom­merzielle Röhre, wird aber sehr viel in Rundfunkübertragungsanlagen zur Überblendung benutzt, indem man die Katode oder G3 regelt.Die reinen K o m m e r z r ö h r e n sind mit „VT“ und einer Zahl bezeichnet. Hierbei findet man Empfängerröhren, Kleinsenderöhren, Widerstandsröhren und Katodenstrahlröhren. Die Empfängerröhren sind in der Liste B aufgeführt. Neben diesen amerikanischen Kommerzröhren mit der Bezeichnung „VT“ gibt es auch noch englische Senderöhren mit „VT“. Außerdem findet man noch ab und zu Rundfunkröhren mit normaler Bezifferung (meist über 200) und „VT“ davor. Hier handelt es sich um amerikanische Rundfunkröhren der Zahlenreihe, welche Valvo in früheren Jahren für Südeuropa herausbrachte.Es gibt auch englische Röhren (wie 1 D 5, 4 D 1, 7 A 3, 7 D 6 usw.), die eine gleiche Bezeichnungsart wie die amerikanischen Röhren haben, und die trotzdem nicht mit ihnen verwechselt werden dürfen.

 

 

 

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