Ein Ignitron ist im Prinzip nichts anderes, als eine Gleichrichterröhre, deshalb erscheint es auf dieser Seite. Das hier vorgestellte Ignitron JWC 140/0,8 wurde im VEB Elektro-Apparatewerk Berlin-Treptow hergestellt. Leider besitze ich kein Datenblatt hierzu. Das JWC 140/0,8 hat offenbar einmal in einer Schweißmaschine seinen Dienst getan. Nachdem, was ich aus dem Stempel ablesen kann, ist es für einen Strom von 140 A ausgelegt. Das Ignitron ist quecksilbergefüllt.

Ignitrons wurden zur Steuerung oder Gleichrichtung hoher Wechselströme benutzt, z.B. in Schweißgeräten und Industriegleichrichtern. Im Wesentlichen bestehen sie aus einem doppelwandigen Stahlgefäß mit Leitungsanschlüssen zur Kühlung durch Wasser. Eine Heizung besitzen diese Röhren nicht. Die Katode besteht aus flüssigem Quecksilber, einem Quecksilbersee unten in der Röhre. Aus diesem See ragt isoliert der Zündstift. Die Anode ist dabei durch eine Glasverschmelzung in das Stahlgefäß eingebracht. Die Querschnitte der Katoden- und Anodenzuleitungen sind bei diesen Röhren sehr stark bemessen, da hier hohe Ströme bis zu einigen 1000 A auftreten können. Ähnlich wie bei Quecksilbergefüllten Thyratrons beträgt die Bogensspannung etwa 16-17 V, was bei einem mittleren Strom von beispielsweise 200 A immerhin noch 3,4 kW abzuführende Verlustleistung bedeutet. Der Zündstift besteht aus einem Halbleitermaterial und taucht in das Quecksilber ein, ohne aber von diesem benetzt zu werden. Wird an diesen Zündstift eine kurze positive Spannung von etwa 150 V gelegt, so entsteht ein Lichtbogen zwischen der Elektrode und dem Quecksilber. Auf der Quecksilberoberfläche entsteht ein Brennfleck, der durch die weitere Hauptentladung der Anoden-Katodenstrecke aufrecht erhalten wird. Sinkt die Anodenspannung unter den Wert der Brennspannung, oder unterschreitet der Anodenstrom einen Mindestwert, so sperrt die Röhre und der Brennfleck wird gelöscht.

 

 

Hier war offenbar ein Anschlag

eine Befestigung

der Kopf der Röhre

   
   

hier ist eine Nummer eingeschlagen

noch ein Anschluss

Verbindung Glas Stahl

   

 

 

Isolierung zwischen den Anschlüssen

kräftige Schrauben für kräftige Katodenkabel

Hier der Stempel. Hier steht auch das Baujahr: 1975

     

und hier ist er, der entscheidende Hinweis, auf den wir alle so lange gewartet haben

das Bild zeigt den grundsätzlichen Aufbau eines Ignitrons

Katode:

Quecksilberkatode

Durchmesser des Stahlgefäßes:

95 mm

Anodenspannung:

 

Länge der Katodenkabel:

250 mm

Trafospannung:

 

Durchmesser der Katodenkabel:

9 mm

entnehmbarer Gleichstrom:

 

Kühlung:

Wasser

Kolben:

Stahl

Gesamtlänge:

450 mm

Kolben-Ø:

 

Gewicht:

ca. 3 kg

Füllung:

Quecksilber

 

 

 

 

zurück

Impressum