Sperrröhren werden in der Radartechnik benötigt. Es gibt Sender- und Empfängersperröhren. Eine Empfängersperröhre ist die hier vorgestellte 721 A  von Sylvania. Es gibt nicht wirklich Datenblätter zu der Röhre, alle „Datenblätter“, die ich besitze, zeigen lediglich das Abbild der Röhre, enthalten aber keinerlei Daten, sodass ich hier leider keinerlei weitere Angaben machen kann.  Eingebaut war diese Röhre in einen Hohlleiter, dessen Wände mit den beiden Kupferringen verbunden waren. Da nur eine Antenne für Sender und Empfänger verwendet wurde, musste der empfindliche Eingang des Empfängers vor der starken Senderstrahlung während dem Sendeimpuls geschützt werden. Der Empfängereingang wurde während der kurzen Sendezeit durch eine Gasentladung in dieser Sperröhre „kurzgeschlossen“. Die Außenelektrode an der Kappe wird zur Vorionisation und somit zum beschleunigten Schalten verwendet.

Info eines mir in englischer Sprache vorliegenden Infoblattes, dass ich mittels des PC übersetzt habe:
In jeder Radarinstallation, wo eine einzelne Antenne für sowohl Sender als auch Empfänger verwendet wird, muss ein Antennenumschalter vorhanden sein. Dieser leitet die Kraft vom Sender zu der Antenne und anschließenden Echos zum Empfänger. Er muss auch den Empfänger vor übermäßiger Kraft vom Sender schützen. TR Zellen werden für diesen Zweck benutzt. Eine konventionelle TR Zelle ist eine Gasentladungsröhre, die als ein elektronischer Schalter wirkt. Dieser wird verwendet, um die Empfängerzufuhr kurzzuschließen und ihn auf diese Art zu schützen. Der gesendete Impuls bewirkt, dass die Lücke in der Zelle zusammenbricht und den Kurzschluss auf diese Art formt. Gasentladungsröhren brauchen Zeit, wieder um einzuschalten und länger auszuschalten.

 

 

   

hier der Stempel. Das Kürzel CHS ist typisch für Sylvania

 

so dünn sind die seitlichen Elektroden

     

 

 

 

die beiden Elektroden, sie berühren sich fast. Sie sind hohl.

hier nochmal ein anderer Blickwinkel

die Elektrode an der Kappenseite

     

   

 

Blick von der Spitze auf die Röhre

eine Elektrode von oben

hier nochmal ein Seitenring. Diese sind vergoldet.

     

 

   

die Kappe

ihr Karton

man achte auf den Herstellungszeitraum 11-44

     

 

     

das Zeichen der US Navy

 

so ist sie im Karton gelagert

hier hab ich noch so etwas wie eine "Sockelschaltung"

Die Röhre istoffenbar mit einem leicht radioaktiven Gas gefüllt . Diese Radioaktivität ist wohl sehr gering, denn auf dem Karton der Schwesterröhre, der 721 B (die ich leider nicht besitze) ist sogar das Zeichen für Radioaktiv vorhanden.

Gesamtlänge:

77 mm

Länge ohne Kappe:

64 mm

Kolben-Ø:

28,5 mm

Durchmesser der Seitenringe:

37,5 mm

Dicke der Seitenringe:

max. 2 mm

Gewicht:

20 g

 

 

 

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