Das hier gezeigte Thyratron, auch Stromtor genannt, LG 1001 von Siemens, ist die größte in meiner Sammlung befindliche Wehrmachts-Stahlröhre. Verwendet wurde die Röhre u. a. in Endverstärkerstufen von Richtgeräten, zur Stromversorgung von Motoren, für die Ständerverdrehung von Scheinwerfern und dergleichen mehr. Diese Röhre wurde sicherlich bewusst mit einem Stahlkolben produziert, denn sie stammt aus den Kriegsjahren und musste daher einiges aushalten können.

sie sieht etwas rostig aus, das aber tut ihrer Funktion keinen Abbruch. Irgendwann werde ich in der Lage sein, derartige Röhren neu zu lackieren, ohne dabei die Bestempelung zu überdecken.

Da auf dem obigen Bild der Stempel sehr gut zu erkennen ist, gehe ich davon aus, dass dies ausreicht, um die Existenz dieser Röhre in meiner Sammlung zu bestätigen. Ich verzichte daher auf die nochmalige Wiedergabe des Stempels.

   

 

sieht man von oben auf die Röhre, bekommt man diesen koaxialen Anschluss zu sehen. Es ist die "Anodenkappe", im rechten Bild ist der Anschluss aufgesetzt

     

 

 

 

die Wehrmachtsbestempelung

bei Röhren späterer Baulose fällt ein Unterschied am Sockel auf. Bei der jüngeren Röhre liegt noch ein Metallring um den Sockel

     

     

hier sieht man das Ganze etwas besser

     

     

besonders auffällig wird es bei der Ansicht von unten auf den Sockel. Der rechte ist regelrecht "gepanzert". Die graue sichtbare Masse ist übrigens Glas.

Da die Röhre einen Stahlkolben besitzt und man daher das Innere nicht sehen kann, spare ich mir weitere Bilder

HA = Hilfs- oder Zündanode

System:

Triode

Katode:

direkt geheizt, Heizfaden mit Mittelanzapfung

Kappe:

Anode

Heizspannung:

3 V

Heizstrom:

29 A

Anodenspannung:

1000 V

Anodenstrom:

5 A

Steuergittervorspannung:

275 V

Füllung:

Gasfüllung

Kolbenlänge über Alles:

190 mm

Kolben-Ø:

60,9 mm (ohne den Ring am Kolben)

Gewicht:

794 g

Sockel:

Spezial mit 4½ Stiften

Kühlung:

Strahlungskühlung

 

 

 

 

 

 

 

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