Die AL 4 ist eine Gemeinschaftsröhre. Sie wurde als Lautsprecherröhre in Rundfunkempfängern verwendet. Das hier gezeigte Exemplar ist von Telefunken. Die AL 4 dürfte die wohl am weitesten verbreitete Endröhre sein, denn sehr viele Geräte waren vor und nach dem Krieg mit ihr bestückt.

Da auf dem obigen Bild der Stempel sehr gut zu erkennen ist, gehe ich davon aus, dass dies ausreicht, um die Existenz dieser Röhre in meiner Sammlung zu bestätigen. Ich verzichte daher auf die nochmalige Wiedergabe des Stempels.

     
der Blick in den Dom lässt eine kreuzförmige Anode erkennen man erkennt gerade noch so die Getterpfanne einfache Kontakte und schlecht gelötet
     
dies scheint wohl eines der eher seltenen Exemplare mit Gazeanode zu sein. Wenn man genauer hinsieht, wird auffallen, dass das Bremsgitter (also das äußerste) eigentlich gar kein Gitter ist, sondern ein Bündelblech, womit die AL 4 eigentlich eine Beam-Power oder Bündeltetrode ist. In der Literatur wird sie jedoch stets (mit Ausnahmen) als Pentode deklariert, weshalb sie hier auf der Pentodenseite erscheint. Als Ausnahme gilt das mir vorliegende Datenblatt vom VEB Röhrenwerk Mühlhausen, welches die AL 4 ausdrücklich als Tetrode mit Pentodencharakter ausweist.
     
Man erkennt die Gitter    

Katode:

indirekt geheizte Oxidkatode

Heizspannung:

4 V ~

Heizstrom:

1,75 A

Anodenspannung:

250 V

Anodenstrom:

36 mA

Steuergittervorspannung:

- 6 V

Schirmgitterspannung:

250 V

Schirmgitterstrom:

4 mA

Steilheit:

9 mA/V

Durchgriff:

4 %

Sprechleistung:

4,3 W

Verstärkungsfaktor:

 

Sockel:

Außenkontakt P 8 A oder P mit 8 Kontakten

Gesamtlänge:

115 mm

größter Kolben-Ø:

45 mm

Gewicht:

46 g

hier habe ich noch ein Exemplar von Telefunken, bei dem ausnahmsweise der seltene Opalglaskolben verwendet wurde:

 

beim Blick auf den Dom sieht man sehr schön die Verwendung von Opalglas

Aber auch RFT hat die AL 4 im seltenen Opalglaskolben hergestellt, wie das folgende Bild beweist:

 

 

 

 

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