Abnahmestempel der Deutschen Wehrmacht

einige Beispiele:

                 

 

   

groß, schwarz

klein, weiß

weiß

weiß

rot

weiß

groß/klein, weiß

weiß

   

TFK Berlin

TFK Berlin

TFK Litzmannstadt

Phlilps-Valvo

Opta Berlin

Opta Reichenbach

Alle Ausrüstungen der Deutschen Wehrmacht wurden mit einem Abnahmestempel versehen, mit BAL -kurz Bauaufsieht Luft, BA -Betriebsabnahme bzw. WaA -Waffenamt Abnahme Heer, gefolgt von einer auf die Bauaufsicht-Dienststelle verweisenden Zahlengruppe. Diese Kennzeichnung wurde bei Röhren auf dem Kolbenglas bzw. bei Opta auch auf dem Sockelboden angebracht. Die Abnahmeprüfung erfolgte im jeweiligen Fertigungswerk durch WM-Angestellte. Die Angabe des Fertigungsdatums, vorwiegend auf dem Sockelboden, weicht häufig von dem auf dem Kolbenglas aufgebrachten Datum ab, da die Werke vielfach auf Lager fertigten. Gelegentlich weisen die Röhren ergänzende Stempelungen auf -siehe Beispiele. Bei Röhren aus Valvo-Fertigung, die im Toleranzbereich liegen, findet sich eine Kennung mit großem 'W" auf der Stirnseite des Sockelführungszapfens. Farbpunkte auf demSockelboden in rot, blau, gelb oder grün sind Selektionskennungen, mit denen Ger#tehersteller Kenndatentoleranz für den Austausch durch Ersatzröhren festlegten.

 

Beispiele von  Qualitäts-Abnahme / Übergabe-Markierungen [Prüfzeichen]  an die Wehrmacht:

             

Reichs-Luftfaht-Ministerium

         
 

         

Stempelungen wie RLM-Eigentum

Wehrmachteigentum oder Kriegsmarine sind Eigentumskennzeichnungen.

Es wurden eine Vielzahl von Kennnummern vergeben, wie z.B. BAL196/..393/..430/..476/..639/..716/..745/..865/..1362/..1641/..1784/ 1/90/ ..1948/ ..1964/ ..11328 usw., wovon heute nur einige Zuordnungen noch bekannt sind. So verwendete Telefunken Berlin z.B. BAL 716 (von 1938-1943 benutzt) bzw. BAL1964 (1943-1945) oder Philips Eindhoven BAL 865 (1941-1942) BAL 1641 (1942), bzw. BAL 1948 (1942-1943) oder BAL 1790 (1943-1944). BAL-Abkürzung in vollem Text: Bauaufsicht des Reichsluftfahrtministeriums.

Bauartkennungen vom Heeres-Waffenamt für Lieferabnahmen an das Heer, wie bereits von der Reichswehr benutzt, waren folgendermaßen definiert: Wa.A: Waffenamt Abnahme klf: Hoheitszeichen.

Die angefügten Zahlengruppen sind ebenfalls Kennungsangaben der jeweiligen Abnahmedienststelle. Auch hier gibt es eine Vielzahl Nummerierungen mit heute noch bekannten Zuordnungen. Außer den vorstehend aufgeführten Beispielen für TFK Erfurt (1940 bis 1943) bzw. Wa.A. 89 (benutzt von 1943-45), Lorenz Berlin ..389 (1940-1941), Lorenz Mühlhausen ..904 (1942-Wa.A. 898 (1941-1942) bzw. Wa.A. 836 (benutzt von 1943-1944).

Die BA-Betriebs-Abnahmestempelung, ebenfalls mit nachstehender Nummerfolge, diente als vereinfachtes Abnahmeverfahren für weniger diffizile Produkte. Die Stempelungen weisen den jeweiligen Prüfer aus und stehen nicht wie bei BAL oder Wa.A. für eine Dienststelle. Es sind teils bis zu fünfstellige Zahlenfolgen, wie z.B. BA 12117 für AEG oder BA 2979 für Opta in Grünberg.

 

Quelle: Röhrenhistorie, Bd. 4, Hrsg. Wolfgang Schaarschmidt, Funkverlag Bernhard Hein, 2009

 

 

 

 

 

 

 

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