Dieser Karton war von 1961 bis zum Ende der Röhrenära in der DDR in Gebrauch. Von Anfang an wurde das Motiv auf jeder Kartongröße und von jedem Hersteller abgebildet. Getreu dem DDR-Motto „Einfach, billig und geschmacklos“ und Schema 08/15 wurde er viele Jahre lang der Begleiter aller derer, die irgendwie mit Röhren zu tun hatten. Es gab wohl keinen DDR-Bürger, der dieses Motiv nicht kannte. Allerdings gab es diesen Einheitskarton nur für Empfänger- und einige Spezialröhren. Industriekartons und Kartonagen für Sende- und Oszillografenröhren, sowie einige andere Spezialröhren sahen ganz anders aus. Im Prinzip war der Einheitskarton also nur für die breite Öffentlichkeit bestimmt, offenbar sollte das Motiv sofort auf den Inhalt schließen lassen. Einige Spezialröhren, wie Stabilisator- und Widerstandsröhren wurden ebenfalls in derartigen Kartons verkauft. Das war aber darin begründet, dass der Großhandel manchmal ganze Lieferungen Röhren als Schüttgut bekam, und diese erst dort verpackt werden mussten. Da es aber nur Kartons mit dem Einheitsmotiv gab, konnten also auch nur diese verwendet werden.Als Beweis dessen, wann der Einheitskarton eingeführt wurde, zeige ich hier den Umschlag einer Broschüre vom Februar 1962:

Diese Broschüre weist darauf hin, dass ab 1961 ein volles Jahr Garantie für RFT-Röhren übernommen wurde.

   

die große blaue Röhre erscheint auf 2 gegenüber liegenden Seiten

   

die Außenseite der Deckellasche

die Innenseite der Deckellasche

Die Bodenlache ist neutral weiß. Lediglich bei manchen industriellverwendeten Röhren befand sich hier die eingestempelte Typenangabe, wobei der Garantiehinweisauf der Deckellasche durchgestrichen wurde, da für solche Röhren nur 6 Monate Garantie gewährt wurden.

 

 

 

 

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