Ein Messplatz der Minimalausstattung besteht aus einem Voltmeter, einem Amperemeter, Messgeräten für Widerstands- und Kapazitätsmessung. Viele Menschen nehmen zu diesem Zweck so genannte Multimeter, die mehrere Messaufgaben mit einem einzigen Gerät lösen. Ein Komfortmessplatz enthält noch ein Labornetzgerät, einen Oszillografen und einen Messsender sowie ein Röhrenprüfgerät. Den wohl vollständigsten Messgerätepark Deutschlands, der wirklich allen anfallenden Mess- und Prüfaufgaben gerecht wird, findet der Leser auf diesen Seiten. Es ist ein Messplatz der Spitzenklasse, der manchem Werkstattmeister die Schamröte ins Gesicht treiben würde. In der DDR war es ein großes Problem, Messgeräte zu beschaffen. Nicht, dass keine gebaut worden wären, das wurden sie schon, – die gingen aber fast alle in den Export. Reparaturwerkstätten mussten sich oft mit uralter Technik behelfen, soweit vorhanden, oder Geräte selber bauen. Für den Bevölkerungsbedarf waren diese Geräte aus zwei Gründen nicht vorgesehen. Als erstes war der Preis der Geräte derart hoch, dass schon einige Jahreslöhne hätten für so ein Gerät aufgebracht werden müssen, zweitens wurde man gefragt, wozu man denn, bitteschön, so ein Gerät benötige. War man kein so genannter „Gesellschaftlicher Bedarfsträger“, oder konnte man diese Frage nicht in der gewünschten Form beantworten, hatte man eh keine Chance. Als „Gesellschaftlicher Bedarfsträger“ galt man aber nur, wenn man nachweisen konnte, dass man ein produzierender oder forschender Betrieb war. Als Sammler mit Sonderstatus war ich natürlich auch ein solcher Bedarfsträger, und durfte gebrauchte Geräte aus den Betrieben kaufen. Zudem wurden Messgeräte streng kontingentiert, der Ministerrat der DDR entschied darüber, welcher Betrieb denn einen dringenden Bedarf an bestimmten Messgeräten hatte. War man kein Forschungsbetrieb oder hatte man nicht bestimmte Exportaufgaben zu erfüllen, war man in der Dringlichkeit ohnehin ganz hinten. Nur wenige Betriebe wurden nicht nach Dringlichkeit gefragt: sie wurden auf Anfrage sofort mit den gewünschten/benötigten Geräten (sogar notfalls aus dem kapitalistischen Ausland) beliefert. Einer davon war das VEB Funkwerk Erfurt, da es ja Forschungsbetrieb war, und ein anderer dürfte das WF in Berlin gewesen sein, um nur diese zwei zu nennen. Da die Geräte des Funkwerk Erfurt als besonders robust und langlebig bekannt sind, befinden sich viele dieser Geräte, obwohl einige von ihnen schon wahre Methusalems sind, noch immer irgendwo im Einsatz. Vor allem, bei Firmen, die herumgetönt haben, dass alles aus dem Osten grundsätzlich Schrott sei und nichts tauge, befinden sich derartige Geräte bis heute im Einsatz, und man weigert sich kategorisch, diesen „Ostschrott“ zu entsorgen. Das hat sicherlich damit zu tun, dass neue Geräte dieser Qualitätsklassen sehr viel Geld kosten, und man aus purem Geiz lieber weiterhin den „Ostschrott, der nichts taugt“, verwendet, als neues Gerät zu kaufen, zumal man diesen „Ostschrott, der nichts taugt“, quasi mit dem übernommenen Betrieb sozusagen als Zugabe geschenkt bekommen hat. Demnach sind diese Leute doch nicht ganz so fest im Glauben, wie sie uns immer weismachen wollten..... Natürlich sind hier auch Geräte dabei, mit denen kein Elektroniker etwas anfangen kann, ich versichere aber, dass alle hier vorgestellten Geräte zu meinem Bestand gehören.

Der Hinweis (russ) deutet auf russische Geräte hin. Dieser Hinweis erscheint immer dann, wenn die Möglichkeit besteht, dass kyrilische Zeichen mit lateinischen Zeichen verwechselt werden können.

 

121 b

FPK 6

OneTouch Vita

WG 4

159

FZ 1

OS 150

 

273

G 1001.500

PC 86

 

274

G 2001.500

RVM 105

 

1029

G 2002.500

SAT F

 

2016 a

Ga-The

Siko

 

2039

ГИС 01 Т

SO 80

 

3515 a

GM 4140/A

SPG-314

 

4027

Handy Meg

SSG

 

9024

HVM 1

SWR-1230 F

 

31020

LM 1

TR-0602

 

Accu-Chek Aviva

M 4100 / 4

Ultraschall-Blutdruckmeßgerät

 

Accu-Chek Comfort

MG 1

UNI 7

 

Bioset 6000

MG 3

Vielfachmesser I

 

BMR 700

MG 10

Vielfachmesser III

 

CR 161

MVK 9

W 18

 

DI-4 T

NES I 62

W 21

 

 

letzte Aktualisierung: Donnerstag, 12. Januar 2012

 

 

 

 

 

 

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