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Auch Röhrenkartons sind ein interessantes Sammelgebiet. Fast jede Röhre ist beim Neukauf in einem mehr oder weniger aufwändig gestalteten Karton untergebracht. Manche historische Röhre befindet sich zum Glück auch noch in ihrer Originalverpackung. Manche Röhren befinden sich auch in so genannten „Rollkartons“, das sind Behelfsverpackungen, die meist nur aus einem Wickel Wellpappe oder einer schlichten einfachen Pappschachtel bestehen. Manche Firmen trieben den Aufwand und die Gestaltung ihrer Kartons bis fast zur Perfektion, vor allem in den 1930er und 1940er Jahren. Verkaufsstrategie war es, was hier den Ausschlag gab, denn bunte Verpackungen verkaufen sich leichter als einfache. Das ist bekanntlich auch heute noch so. Es gab Firmen, die ein einmal eingeführtes Erscheinungsbild für alle Zeiten eingehalten haben, woraus sich eine Art Markenzeichen ergab, andere Firmen haben das Aussehen ihrer Kartons alle paar Jahre gewechselt. Auch hier galt und gilt: Immer dasselbe wird mit der Zeit langweilig, der Kunde will Abwechslung. Die oben genannten Ausführungen treffen meistens für den privaten Kundenkreis, also den „Otto Normalverbraucher“, zu. Doch wie ist es mit Industriekartons? Auch hier finden wir schlichte und einfache Kartons und bunt bedruckte. Auch hier wurde bei einigen Firmen das Erscheinungsbild öfter gewechselt, bei anderen nicht. Es gab hier auch Kartons, die für eine Präsentation bzw. für den Verkauf in Ladengeschäften vorgesehen waren. In diesen befanden sich meist 6 Röhren, lose oder jeweils mit eigener Verpackung. Die in diesen Großkartons befindlichen Röhren waren offenbar für Kleinhersteller gedacht, oder aber zur Erstbestückung von Kleinserien. Auch Reparaturwerkstätten nutzten solche Kartons. Bei Röhren mit eigenem Karton wurden nach dem Wechsel die für die Garantie wichtigen Daten auf dem dafür vorgesehenen Feld notiert, bei losen Röhren gab es einen formlosen Vermerk bzw. die Garantiedaten wurden dann mit auf der Rechnung erwähnt. Auf diesen Seiten werden alle mir verfügbaren Kartons in ihren jeweiligen Varianten gezeigt. Lediglich gänzlich unbedruckte oder gänzlich weiße Kartons, sofern sie nicht anderweitig interessant sind, bleiben hier unberücksichtigt. Ebenfalls unberücksichtigt bleiben Einsätze und andere Maßnahmen, die dem Stoßschutz der im Karton enthaltenen Röhre dienen, sowie Behältnisse für lose Röhren, so genanntes „Schüttgut“, sofern diese nicht anderweitig interessant sind.
| letzte Aktualisierung: | Dienstag, 2. August 2011 |