Röntgenröhren werden in zwei Gruppen unterschieden: Festanoden- und Drehanodenröntgenröhren. Die letztere Gruppe ist vornehmlich im medizinischen Bereich zu finden, während Festanodenröhren sowohl im medizinischen wie auch im technischen Bereich verwendet werden. Ich besitze derzeit nur Röhren für medizinische Anwendungen. Die einzige technische Röntgenröhre, die ich besaß, ging zu Bruch, ihre Reste werden eventuell einmal auf einer anderen Seite gezeigt.Röntgenröhren sind aus zwei Gründen schwer beschaffbar: Erstens rücken Ärzte und Krankenhäuser diese Röhren gar nicht oder nur sehr widerwillig heraus und zweitens sind Röntgenröhren sehr teuer. Selbst für Schrottröhren zahlt man noch beachtliche Summen.Das Prinzip einer Röntgenröhre ist einfach: Wenn schnelle Elektronen auf eine Metallplatte prallen, entsteht Röntgenstrahlung. Dieser Effekt tritt bei jeder Elektronenstrahlröhre auf. Bei den Röntgenröhren aber wird dieser Effekt genutzt, es werden Elektronen extrem beschleunigt, damit sie eine sehr hohe Energie bekommen, und werden auf eine Metallplatte geschossen. Die Elektronenquelle ist hier die direkt geheizte Katode, die Metallplatte wird durch die Anode gebildet. Durch den Aufprall auf die Anode erhalten wir „weiche“ und „harte“ bis sehr „harte“ Röntgenstrahlung, die durch das zu durchleuchtende Objekt hindurch auf einen fotografischen Film geschossen wird und dort ein negatives Abbild des Objekts hinterlässt. „Weiche“ Röntgenstrahlung wird für medizinische Anwendungen genutzt, während „harte“ und „sehr harte“ Röntgenstrahlung eher für technische Zwecke genutzt wird. Sehr weiche Röntgenstrahlung tritt auch bei jeder Elektronenstrahlröhre, wie sie bei Monitoren und/oder Fernsehgeräten verwendet werden, auf, weshalb die betreffenden Röhren und deren Hochspannungserzeugung mit Eisenblech abgeschirmt werden müssen. Neuerdings arbeitet man nicht mehr ausschließlich mit fotografischem Film, sondern das Röntgenbild wird auch digital mittels eines Computermonitors dargestellt. An der Funktionsweise der Röntgenröhre aber ändert sich damit nichts.

Die Darstellung der Sockelbelegungen ist immer so gezeichnet, wie es die Röhrenhersteller angeben, also von unten gegen den Sockel gesehen, wie die Abbildung zeigt:

hier zeige ich die wenigen Exemplare an Röntgenröhren, die sich in meiner Sammlung befinden.

6 D 6 -30 s

DRX 150/22/50 ö

 

 

hier habe ich die Prinzipschaltung einer Röntgenröhre dargestellt:

Eine Röntgenröhre besteht aus folgenden Komponenten:

 

 

 

 

 

 

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